Sichere Häfen für Seeforellen
23 | 01 | 2016 SchweizText: Daniel Luther 01441
23 | 01 | 2016 Schweiz
Text: Daniel Luther 0 1441

Sichere Häfen für Seeforellen

Seeforellen-Seen sind gross und tief, die Seeforelle launisch und selten. Wo soll man da ohne Boot und Schleppausrüstung eine halbwegs vernünftige Fangchance haben? Versuchen Sie es an einem Hafen. Wir erklären die Anziehungskraft von Stegen und Booten und haben Tipps wie und wo sie den Traum vom Seesilber erleben können.

Wir Seefischer wissen aus Erfahrung, dass Häfen wie ein Magnet auf Fische wirken. Selbst wenn im Winter die Uferzonen verlassen sind, beobachtet man zwischen Booten und unter Stegen immer noch überraschend viel Leben.

Für einen Nichtfischer ist das keineswegs logisch. Viele glauben, dass Fische die unberührte Natur vorziehen und die künstlichen Bauten meiden. Doch die Natur ist nicht wählerisch. Struktur bedeutet Lebensraum und der wird genutzt. Ein Hafen hat viele Eigenschaften, die ihn interessant machen für eine Vielzahl von Seebewohnern neben Enten und Schwänen.


Was Häfen attraktiv macht

Viele Häfen nutzen bereits vorhandene Uferstrukturen (Buchten, Landzungen), die natürlichen Schutz vor Wind und Wellen bieten. Diese Stellen waren deshalb schon vor dem Bau des Hafens bevorzugte Lebensräume, insbesondere im Frühling und Herbst. Denn im Windschatten sammelt sich wärmeres Wasser und Strömungen laden hier ihre Fracht ab, beispielsweise Plankton oder fressbares Treibgut wie Insekten. Die Pfähle, Mauern, Buhnen, Molen, Wellenbrecher und Stege eines Hafens bieten zusätzlich eine Vielfalt von Strukturen, die Fischen als Versteck, Unterstand, Sammlungspunkt oder Hinterhalt dienen.

Für die oft grossen Jungfischschwärme ist neben dem guten Planktonangebot der Schutz vor Wellen und Strömung ein wichtiger Anziehungsgrund. Je leichter sich die Schwarmordnung aufrecht erhalten lässt, desto besser funktioniert dieser effektive Schutzmechanismus. Dies verringert wiederum den Energieaufwand jedes Schwarmmitglieds.

Natürlich zieht das unübersehbar konzentrierte Vorkommen von Beute auch diverse Raubfische an, die hier zudem viele Möglichkeiten finden, um sich unauffällig auf die Lauer zu legen oder anzupirschen. Wo regelmässig grosse Schiffe anlegen, lernen die Räuber auch schnell, dass die starken Wasserverwirbelungen durch die Schiffsschraube eine ideale Gelegenheit sind, um im kurzfristig desorientierten Schwarm Beute zu machen. Dieses Verhalten wiederum weiss der erfahrene Hafenfischer zu nutzen.

Für uns Petrijünger bietet ein Hafen ausser dem Faktor Fischreichtum meist auch vorteilhafte Bedingungen. Auf dem äussersten Steg eröffnen sich dem kreativen Uferfischer Präsentationsmöglichkeiten, die sonst nur dem Bootsfischer vorbehalten sind. Das systematische Abfischen der verschiedenen Tiefen und selbst vertikale Methoden sind hier möglich.

Nicht zu verachten ist die bequeme Infrastruktur wie Sitzbänke, Geländer als Rutenablage und sogar Beleuchtung für die Nachtschwärmer. Für manche ist auch das nahe WC oder der Kiosk wichtig. Das als kleiner Tipp für Väter und Frischverliebte…


Wie Seeforellen in Häfen jagen

Die Seeforelle nutzt Häfen als Jagdrevier, aber kaum je als Unterstand, wie man das von Egli, Hecht und Trüsche kennt. Die silbernen Räuber besuchen einen fischreichen Hafen aber oft mehrmals am Tag. Diese Überfälle dauern meist nur wenige Minuten. Hätte ich nur eine Stunde Zeit, würde ich eindeutig die Morgendämmerung wählen.

Die besten Häfen für die Seeforellenjagd sind gross, beherbergen rund ums Jahr dichte Fischschwärme und liegen in unmittelbarer Nähe von tiefem Wasser. Das erlaubt den Seeforellen aus ihrer bevorzugten Zugtiefe im Freiwasser in den Hafen einzudringen und ebenso unauffällig wieder zu verschwinden.

Weitere günstige Faktoren sind nahe Bach- und Flussmündungen und ausgeprägte Kanten im Hafenareal, denn diese erleichtern der Forelle das Einkesseln der Schwärme und damit das Beutemachen. Tipp: Mit einem Echolot lassen sich möglicherweise spannende Plätze unter den Stegen finden.


Fangstrategien

Bei der Seeforellenfischerei gibt es zwei unterschiedliche Ansätze. Die erste nenne ich «Reiher-Strategie». Man sucht sich einen aussichtsreichen Platz und wartet, bis sich eine Chance bietet. Da man die Ankunft der Seeforellen aber in den meisten Situationen nicht sieht oder bemerkt, bedeutet das geduldiges, konzentriertes Fischen, bis der Biss endlich kommt. Um die nötige Ausdauer aufzubringen, muss man wetterfest ausgerüstet sein, für ausreichend Speis und Trank sorgen und Vertrauen in die eingesetzte Methode und den Köder haben. Wer ständig zweifelt, wechselt und pausiert, wird bei dieser psychologisch anspruchsvollen Fischerei ziemlich sicher nicht glücklich.

Ungeduldige Petrijünger wählen lieber die «Falken-Strategie» und betreiben «Hafen-Hopping». Dabei fischt man alle interessanten Bereiche intensiv ab. In einem ersten Durchgang schnell und aggressiv, dann gemächlicher und dezenter. Spätestens nach einer Stunde ohne Kontakt wird es Zeit für den nächsten Hafen.


Bewährte Hafenmethoden

Am einfachsten ist es natürlich eine Falle zu stellen. Zapfenmontagen mit Wurm oder Bienenmade haben schon zahllose Seeforellen überlistet. Am Zürichsee sieht man in manchen Häfen eine interessante Technik: Ein frisch getötetes Weissfischchen wird an einer leichten Zapfenmontage ausgeworfen und dann Meter für Meter herangezupft. Der Clou dabei ist, dass der Fisch immer wieder abtaumelt und dabei seine silbernen Flanken aufblitzen. Unsympathisch für manche Seeforellenfans ist das Risiko einen untermassigen Fisch zu verletzen, weil er den Naturköder gierig schluckt.

Die besseren Chancen hat in der Regel sowieso der Spinnfischer. Das moderne Arsenal an fängigen Ködern vom aggressiven Reiz bis zur naturechten Imitation ist so breit, dass man damit für alle Geschmäcker gerüstet ist. Vor allem ist das Angebot für die vielleicht nur rasch vorbeijagenden Räuber optimal wahrnehmbar. Zudem erreicht man grosse Wurfweiten und kann bewusst (evtl. forciert durch Köderwechsel) auch verschiedene Tiefen absuchen. Auf diese Weise befischt man das grösstmögliche Areal, was die Chancen auf einen Biss nachweislich erhöht.

In die Box gehören Spinner, Wurfblinker, Wobbler und Gummifische in verschiedenen Grössen und Farben. Das Spektrum sollte wie oben erwähnt von klein, unauffällig und natürlich, bis fett, laut und grell reichen.


Tiefes Wasser nutzen

Manche Hafenstege bieten Zugang zu tiefem Wasser. Es lohnt sich, diese Chance konsequent zu nutzen. Einerseits mit tieflaufenden Wobbler, aber vor allem mit eigenschweren Löffeln, die eine reizvolle Absinkaktion zeigen wie Mozzi, Inkoo, Torpedo usw. Wer hat da Wander gerufen? Natürlich spielen hier auch Stickbaits ihre Stärken aus.

Weshalb? Salmoniden nutzen in dichten Fischschwärmen gern eine rustikale Jagdmethode, die betäubte und hilflos taumelnde Opfer zum Ziel hat. Sie schwimmen mit hohem Tempo mitten ins Gewimmel und vertrauen auf ihre Wucht. Im zweiten Akt sammeln sie ihre Ernte ein. Und whamm! Seeforellen-Bisse auf abtaumelnde Köder können überraschend brutal sein.

Eine weitere fängige Option im tiefen Wasser ist das Hegenenfischen – direkt unter der Rutenspitze oder am Felchenfühler (Zapfen). An den steil abfallenden Halden des Vierwaldstätter- und Urnersees werden so zeitweise mehr Seeforellen gefangen als mit jeder anderen Methode.


Drill und Landung

Der attraktive Strukturreichtum von Hafenanlagen birgt gleichzeitig ernsthafte Risiken bei Drill und Landung. Insbesondere kapitale Fische besitzen leider ein unheimliches Talent um die heiklen Zonen zu erkennen und mit haarsträubenden Manövern zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Erfahrene Hafenfischer rüsten deshalb bewusst auf und setzen Material ein, mit dem sich auch ein grosser Fisch rasch stoppen und kontrollieren lässt, ohne einen Schnurbruchzu riskieren. Das beginnt wasserseitig mit robusten Haken, transparentem 0,30er-Vorfach, 0,15er- oder 0,17er-Flechtschnur und einer kräftigen Spinnrute mit Kaliber MH oder H. Da geflochtene Schnüre an scharfen Kanten und rauen Oberflächen rasch kapitulieren, empfiehlt sich ein überlanges Fluorocarbon-Vorfach von fünf bis zehn Metern Länge. Der kompakte doppelte Grinner ist in solchen Fällen ein zuverlässiger Verbindungsknoten.

Der Drill sollte so hart und kurz wie möglich gestaltet werden. Auch durch eine erste lange Flucht ins Freiwasser darf man sich nicht täuschen lassen. Nicht selten rast der Fisch kurz darauf in hohem Tempo auf einen zu und sucht Zuflucht im Gewirr der Ketten, Seile und Pfähle.

Unverzichtbar ist ein grosser Feumer, damit möglichst der erste Landungsversuch klappt. Jedes Zögern und Patzen wird meist brutal bestraft. Seien Sie deshalb auch vorsichtig, wenn Zuschauer Ihnen Hilfe anbieten. Selbstverständlich werden nur Fische gefeumert, die man auch entnimmt. Untermässige löst man schonend im Wasser.


Kleiner Hafen-Knigge

Leider sind heute bereits viele attraktive Häfen und Stege abgeschlossen oder mit Fischereiverboten belegt. Umso kostbarer sind die verbleibenden Möglichkeiten, von denen wir einige vorstellen werden.

Mit Freundlichkeit und Rücksichtnahme sichert man sich das Wohlwollen der anderen Hafenbenutzer. Der gute Eindruck beginnt übrigens schon beim Parkieren. Regelmässig blockierte Einfahrten oder beschädigte Zäune haben leider schon diverse Verbote provoziert. Ordnung während des Fischens und sorgfältiges Aufräumen nach dem Fischen sind das A und O. Leere Wurmbüchsen oder weggeworfene Eingeweide sind miserable Visitenkarten. Bei der Hafenfischerei hat man oft Zuschauer. Manche davon sind kritische oder gar polemische Zeitgenossen. Das Einhalten der Vorschriften und vorbildlicher Umgang mit allen Fischen sind matchentscheidend.


Nutzen Sie die Möglichkeiten

An den Seen, die wir in diesem Artikel detaillierter beschreiben, haben Häfen eine besonders ausgeprägte Bedeutung für Uferfischer. Sie eröffnen Zugang zum Wasser, der sonst schmerzlich vermisst wird. Sei es wegen exzessiver Verbauung und Privatisierung der Ufer und/oder weil das Gelände keine Rücksicht auf fischereiliche Anliegen nimmt – seien es nun senkrechte Felswände oder dichte Vegetation. Ich beginne unsere Gewässertipps mit dem wahrscheinlich meistbeanspruchten See der Schweiz. Ohne Häfen wäre die Uferfischerei hier massiv eingeschränkt.


Zürichsee

Von allen Schweizer Seen hat der Zürichsee die höchste Dichte an künstlichen Seeforellenfangplätzen. Von Zürich bis Rapperswil sind die Ufer auf weiter Strecke verbaut und jede Gemeinde mit Seeanstoss verfügt über mindestens einen, oft sogar mehrere Bootshäfen und Anlegestellen für Kursschiffe. Um hier jede einzelne Stelle aufzuzählen, ist das Angebot an interessanten Fangplätzen zu gross. Ich beschränke mich daher auf eine Auswahl fangerprobter Hafenanlagen.

Ein wahrer Fischmagnet ist der Bürkliplatz mit seinen drei Schiffstegen. Die beste Zeit für Seeforellen ist von Mitte April bis Ende Mai. Wenn sich die Läugel in grossen Schwärmen an der Quaibrücke am Ausfluss des Zürichsees versammeln, kann man die Forellen mit etwas Glück sogar beim Rauben beobachten. Sie zum Anbiss zu verleiten ist bei diesem üppigen Futterangebot allerdings ein anspruchsvolles Unterfangen.

Ein weiterer Zürcher Hotspot ist der Hafen Tiefenbrunnen bei der rechtsufrigen Stadtgrenze. Während der Seeforellensaison führen Schleppfischer ihre Seehunde häufig nahe an der Hafenmauer spazieren. Weite Würfe sind daher nicht nötig, und leichte, aber aufreizend spielende Wurfköder den Schlepplöffeln oft sogar überlegen. Die besten Chancen für Uferfischer bestehen Ende April/Anfang Mai, wenn grosse Weissfischschwärme die Hafenanlage bevölkern. Regelmässig mit Seeforellenfängen von sich reden macht der Hafen beim Restaurant Portofino in Thalwil. Der breite Steg bietet viel Platz und ist immer wieder für eine Überraschung gut. Ein offensichtlicher Hotspot ist die Fährstation in Horgen. Auch im Winter halten sich hier grosse Kleinfischschwärme auf. Die Platzverhältnisse direkt beim Fähranleger sind allerdings eng und nicht ohne Grund bei Zürichseefischern sehr beliebt.

Deutlich mehr Platz, und ebenfalls gute Fangchancen bietet die Meilemer Fährstation auf der anderen Seeseite. Zwar wurden hier die Fischereimöglichkeiten eingeschränkt, dafür findet man auch entlang der angrenzenden Uferpromenade und bis zum Kursschiffsteg interessante Strukturen.

Am Obersee sind die Ufer noch weitgehend unverbaut und naturnah. Deshalb ist die Zahl der Hafen- und Steganlagen deutlich geringer. Viele Anlagen sind zudem abgeschlossen und können nur von Bootsbesitzern betreten werden. Die besten Chancen bieten der Hafen Lachen und der Schiffssteg in Schmerikon. Im Frühling, wenn sich das Wasser in der flachen, windgeschützten Bucht erwärmt und das Leben am Seegrund erwacht, wird der Yachthafen Stampf bei Jona ab und zu auch von jagenden Seeforellen «heimgesucht».


Walensee

Seine schroffen Felsufer sind zwar malerisch, doch sie sind auch weitgehend unzugänglich. Entlang des schattigen Südufers findet der Uferfischer zwar einige längere Kies- und Geröllstrände, doch ihre monotone Struktur macht es schwer das Terrain einzugrenzen. Im Winter und Frühling lassen sich nur selten einmal Futterfischschwärme (Elritzen, Läugel oder Egli) beobachten. Einzig die Bachmündungen bieten Anhaltspunkte. Allerdings ist ihr kaltes Wasser im Winterhalbjahr nie so attraktiv wie im Sommer. Da kommen Häfen als Hotspots wie gerufen! Doch leider sind spannende Anlagen wie Gäsi, Mühlehorn oder Mols privat und mit einem Tor gesichert. Das grösste Potenzial der öffentlich zugänglichen Häfen hat die weitläufige Anlage in Unterterzen, zu der auch eine Bachmündung gehört. Interessant ist die westliche Mole, die den tiefen Hafeneingang schützt sowie die anschliessende Bucht, besonders bei «Oberwind», wenn der Föhn oder die Bise aus Osten über den See pfeifen.

Das Hafenbecken Weesen zieht rund ums Jahr viele Fische an. Auch hier mündet ein Bach und der nahe Linthkanal ist eine wichtige Zugroute für die Seeforellen. Allerdings herrscht an der Hafenpromenade zeitweise viel Betrieb. Erwähnung verdient der Kursschiffanleger in Betlis. Diese Minimalversion eines Hafens bietet den Fischen zwar nur einige Pfähle, doch die genügen an dieser prägnanten Landspitze, um regelmässig Fische aus dem tiefen Wasser anzuziehen. Für mich einer der besten Uferplätze überhaupt. In Walenstadt ist nur der alte, gemauerte Hafen zugänglich. Das kleine Hafenbecken liegt ungünstig für Seeforellenbesuch.

Viel interessanter ist der romantische kleine Hafen des See-Weilers Au. Grobe Mauern, alte Holzpfähle und ein zerklüftetes, aber gut befischbares Felsufer machen diesen Platz zum lohnenden Ziel für eine spezielle Tour, die mit einer Taxibootfahrt von Murg nach Quinten beginnt. Dieser Teil des Ufers ist mit dem Auto nicht erreichbar und das ist für unternehmungslustige Fischer ein Segen.


Vierwaldstättersee

Die engagierte Bewirtschaftung rund um das Innerschweizer Konkordatsgewässer trägt delikate silberne Früchte. Im Vierwaldstättersee kann man auch als Uferfischer davon naschen.

Ein attraktiver Ort dafür ist der Hafen Hergiswil. Die steilufrige Bucht im südwestlichsten Zipfel des Sees funktioniert wie eine riesige Reuse. Wind und Strömung drücken immer wieder wärmeres Oberflächenwasser und Plankton in diesen Winkel. Felchen, Egli und Weissfische ziehen in grossen Schwärmen mit. Mit dem Hafenbau ist die Bucht für Fische und Fischer noch attraktiver geworden. Da man vom äusseren Steg Tiefen bis über sechzig Meter erreicht, gehören unbedingt ein paar tieflaufende Wobbler und schwere Löffel ins Gepäck.

Mit seiner spektakulären Aussicht ist der Schwimmhafen Lützelau zwischen Weggis und Vitznau einer der der schönsten Uferplätze der Innerschweiz. Auch den Fischen gefällt es hier; möglicherweise trägt die Mündung der nahen ARA dazu bei. Die dichten Kleinfischschwärme ziehen rund ums Jahr Räuber in die steil abfallende Bucht.

Ganz ähnlich sind die Bedingungen bei den Hafenmolen Gersau und Fallenbach vor Brunnen, die zum Kanton Schwyz gehören.

Die beiden grossen Stadt-Häfen in der Luzerner Bucht sind ebenfalls richtige Fischmagnete, doch die Fischerei in den weitläufigen Anlagen ist nicht gestattet. Ein interessanter Tipp ist das Bojenfeld des Yachthafens vor dem Churchill-Quai am Nordufer der Bucht. Da hier für Schleppboote kein Durchkommen ist, hat man als Uferfischer exklusive Chancen. Bojen-Ansammlungen sind grundsätzlich gute Anhaltspunkte bei der Seeforellensuche.


Urnersee

Der Urnersee ist wohl der ungastlichste See für Uferfischer. Wie Schutzmauern kommen einem die senkrecht in den Himmel ragenden Felswände vor. Auch hier sind Hafenanlagen wichtige Oasen für Uferfischer.

In Sisikon wurde leider der attraktivste Hafen mit einem Tor für Unerwünschte geschlossen. Es bleiben die Stege und Molen in Flüelen sowie bei der Bolzbach-Mündung auf dem Weg nach Bauen. Am Urnersee haben die Uferfischer oft guten Erfolg mit der Hegene am Zapfen.


Bodensee

Am Schweizer Ufer des Bodensees ist die Flachwasserzone so breit, dass Häfen und ihre Fahrrinnen oft der einzige Zugang zu etwas tieferem Wasser sind. Im Winter reicht aber auch das nicht; dann sind die Seeforellen meist weit draussen im offenen Wasser und verfolgen die Egli- und Weissfischschwärme. Der bekannteste Schweizer Uferplatz ist die Hafenmauer in Rorschach, wo das Ufer rasch steil abfällt, was die Forellen in Reichweite bringt.


Brienzer- und Thunersee

An anderen Voralpenseen, insbesondere dem Brienzer- und Thunersee war Mutter Natur deutlich grosszügiger mit begeh- oder zumindest bewatbaren Forellenstrecken. Entsprechend populärer ist die Uferfischerei bei unseren Berner Kollegen. Bei so vielen wunderschönen Stränden werden die diversen interessanten Häfen eher vernachlässigt. Wir denken da beim Thunersee an die schwimmenden Molen in Oberhofen, Faulensee oder Därligen, um nur die offensichtlichsten zu nennen. Am Brienzersee fällt vor allem Iseltwald mit seiner windgeschützten Bucht ins Auge.

 

 «Run and gun» –bei der Hafen-fischerei auf Seeforellen lohnt es sich mehrere Ruten mit verschiedenen Ködertypen dabei zu haben, um die Wassersäule systematisch nach beisswilligen Fischen abzusuchen. Der Feumer sollte auch immer griffbereit sein...

«Run and gun» –bei der Hafen-fischerei auf Seeforellen lohnt es sich mehrere Ruten mit verschiedenen Ködertypen dabei zu haben, um die Wassersäule systematisch nach beisswilligen Fischen abzusuchen. Der Feumer sollte auch immer griffbereit sein...

 Eine blanke Hafenschönheit, die einem auffällig geführten Wobbler nicht widerstehen konnte.

Eine blanke Hafenschönheit, die einem auffällig geführten Wobbler nicht widerstehen konnte.

 Bei diesem reichhaltigen Buffet sind mit grosser Wahrscheinlichkeit regelmässig Seeforellen zu Gast.

Bei diesem reichhaltigen Buffet sind mit grosser Wahrscheinlichkeit regelmässig Seeforellen zu Gast.

 73 Zentimeter Motivation: Angelo Randazza fing diesen Traumfisch von der Hafenmole Thalwil.

73 Zentimeter Motivation: Angelo Randazza fing diesen Traumfisch von der Hafenmole Thalwil.

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