Sachkundenachweis (SaNa) für Alle?
20 | 12 | 2021 SchweizText: Ruben Rod 231830
20 | 12 | 2021 Schweiz
Text: Ruben Rod 15 1830

Sachkundenachweis (SaNa) für Alle?

Der Verein «fair-fish» fordert einen Sachkundenachweis (SaNa) für alle Fischenden. Jeder, der fischen will, soll einen SaNa oder eine gleichwertige Ausbildung haben. Wer nicht fischen kann, der soll es lassen.

Möglichkeiten für Einsteiger ohne SaNa sollen dabei bestehen bleiben, damit die Eintrittsschwelle nicht zu hoch wird. So sollen Kindern und Jugendlichen, welche von einer Person mit SaNa und einem Fischereipatent begleitet werden, weiterhin alle Möglichkeiten des SaNa-Inhabers offenstehen. Dabei übernimmt der anwesende ausgebildete Fischer die Verantwortung. So kann weiterhin der Vater mit seinem Kind, aber auch ein Gast mit einem Begleiter fischen können. Eine solche begleitete Fischerei ist auch im Interesse des Einsteigers, da unerfahrene Fischer durch die kundige Anleitung auch mit besseren Chancen fischen.

Für den lokalen Tourismus kann ein vorgeschriebenes Fischen in Begleitung auch eine zusätzliche Einnahmequelle sein («Guiding» ist in vielen Fischereidestinationen weltweit üblich). Doch für Gelegenheitsfischer oder durchreisende Touristen mit einer Rute im Gepäck wäre es bei einer Einführung des «SaNa für Alle» nicht mehr möglich, so unkompliziert und spontan wie heute von der SaNa-Pflicht ausgenommene Kurzzeitpatente zu lösen. Auch bei der Ausübung des Freiangelrechts wäre neu ein SaNa notwendig oder eine ausgebildete Begleitung.

Gemäss «fair-fish» unterstützt eine breite Mehrheit der Schweizer Fischer den «SaNa für Alle» trotz und gerade wegen dieser Abstriche. Lieber Leser, wie siehst Du das? Gerne kannst Du uns Deinen Standpunkt unten in den Kommentaren oder via Mail (redaktion@petri-heil.ch) mitteilen. «Petri-Heil» wird in der kommenden Februarausgabe eine ausführlichere Diskussion der Argumente dafür und dagegen vorstellen.

 

23 Kommentare


Willy Leuenberger

20 | 12 | 2021

Ja, das wäre fair und auch zum Wohle der Fische.

Antworten an: Willy Leuenberger

Peter Stark

05 | 01 | 2022

Ich finde, dass jeder der fischt einen SANA-Sachkundeausweis haben soll. So ist gewährleistet, dass alle über ein Grundwissen verfügen und respektvoll mit den Fischen umgeht.


Erwin Haas

25 | 12 | 2021

Als Obmann der Jugendfischerei beim FVSG begrüsse ich eine generelle Sana Pflicht für alle Fischer, auch jene, die im Freiangelrecht fischen sollen die Tiere gerecht behandeln. Schliesslich braucht auch jeder der autofahren will eine Prüfung. Fische sind Tiere und haben auch ein Schmerzempfinden oder Stress beim Drill.

Antworten an: Erwin Haas

Heinz Woodtli

04 | 01 | 2022

Zum Wohle der Tiere sollte jeder einen (SANA) vorweisen können. Das ist auch ein einwenig Naturkunde.


Martin

29 | 12 | 2021

Ich finde das unnötig. Erstens fischen nicht so viele und zweitens, wenn jemand regelmässig fischen geht, wird er oder sie automatisch so einen Ausweis machen. Sollen Touristen hier nicht mehr fischen gehen dürfen? Was das Fischwohl angeht, da gibt es wohl andere Bereiche, wo man weitaus mehr für das Wohl der Fische tun könnte, als ausgerechnet bei den Sportfischern.

Antworten an: Martin

Marcel

06 | 01 | 2022

Wir als Fischer sollten an vorderster Front für das Fischwohl kämpfen! Was man an gewissen Put&Take Gewässern sieht ist Haarsträubend und muss unterbunden werden! Fische sind Tiere und verdienen einen Respektvollen Umgang und diesen „kann“ man in einem SaNa lernen! Wenn wir ehrlich sind, ist der SaNa nicht wirklich eine Herausforderung ein Waidgerechter Fischer geht sogar noch darüber hinaus

Antworten an: Martin

Christian Coray

06 | 01 | 2022

Das sehe ich als Fischer im Kanton Graubünden anders. Es geht in 1. Linie um das Wohl der Tiere und nicht darum jemanden etwas zu verbieten.
Ich sehe immer wieder, leider tote Fische an den Seen wo die Väter mit ihren Kindern einfach mal ein Wochenende fischen gehen. Man kann es ihnen ja auch nicht übel nehmen solange die Gesetzeslage es zulässt. Und betr. der Anzahl Fischer, die steigt von Jahr zu Jahr! Und es sind genug!! Klar, du hast betont das es noch andere Bereiche gibt wo man Nachholbedarf hat, stimmt absolut. Aber warum nicht hier anfangen! Denn das es ein Problem ist, beweist ja die Anzahl Fischer welche dafür sind!
Es kann nicht sein das das Tierwohl hinter dem Profit für ein Paar Tageskarten gestellt wird!! Das ist ein Armutszeugnis für jedes Amt der Kantone welche das so verordnen!
Ich kann ja auch nicht einfach mal ein Tagespatent im Jagen lösen und einfach mal drauf los gehen!!!
Für mich, ein Muss!!!!

Antworten an: Christian Coray

Martin

13 | 01 | 2022

Es gibt für mich verschiedene Gründe, die dagegen sprechen. Als Jungfischer konnte ich nur in den Ferien fischen gehen und während der Schulzeit hatte ich noch andere Hobbys. Die Zeit war relativ begrenzt. Ich habe vor der Pandemie meinen SaNa Ausweis machen können, musste dazu aber in einen anderen Kanton, weil die Kurse immer sehr schnell ausgebucht sind. Es geht mir nich um den Profit durch Patente, sondern darum, dass es alles verkompliziert. Mit der Jagd kann man das nicht vergleichen, da braucht man noch einen Waffenschein. Aber soll denn jetzt jeder noch einen Velofahrausweis machen müssen? Es gibt viele Velorowdies, auch Frauen mit Elektrovelos. Ich finde es übertrieben.

Antworten an: Christian Coray

Martin

13 | 01 | 2022

Noch was: Also wenn das Fischwohl so im Vordergrund steht, dann sollte man die Berufsfischerei verbieten. Die Fische verenden dort teilweise im Netz, obwohl sie im Wasser sind. Die Laichfischerei sollte man auf jeden Fall verbieten! Da werden Laichfische gefangen und nachher jammern alle, die natürlichen Populationen würden schrumpfen. Am besten wäre es, man würde damit anfangen, die Gewässerrevitalisierungen voran zu treiben. So könnten die Fische bspw. in die Zuflüsse der Seen schwimmen um dort zu laichen. Auch der Eintrag von Pestiziden in die Gewässer sollte drastisch reduziert werden. Das würde den Gewässern als Ganzes dienen. Die Seen wären nicht mehr überdüngt und es hätte mehr Wasserpflanzenarten etc. pp. Auch sollte das Geschiebe der Flüsse, die in Seen münden, alle paar Jahre mal reduziert werden, ansonsten verlanden die Seen einfach.


Dudler Fredi

03 | 01 | 2022

Ich würde eine generelle Fischerprüfung auch begrüssen. Meiner Meinung nach sollte die Fischerei der Jagd gleich gestellt werden. Ohne Sachkundenachweis kein Fischfang!







Der Fischerei sollte der Jagt gleichgestellt werden, also ohne Prüfung keinen Fischpirsch.





Marco

03 | 01 | 2022

Ich finde, dass der SANA obligatorisch sein sollte. Ich sehe immer wieder Situationen, die nichts mit fischen zu tun haben, da das Wissen einfach fehlt. Die Situationen erinnern mich eher an Tierquälerei. Es fährt in der Regel auch niemand ein Auto ohne einer Prüfung und Ausweis.


Jürg Gerber

03 | 01 | 2022

Diesen Schritt ist jetzt an der Zeit zu gehen. Leider sieht man an den Ufern teilweise haarsträubende Fischer-Kollegen, die weder die Tiere noch die Umwelt schonend behandeln. Eine Sensibilisierung in Form von Kursen ist dringend nötig und würde dem Ruf eines modernen Fischers mehr als nur gut tun. Wenn wir nicht selber handeln, werde uns unter Umständen andere Interessegruppen dazu zwingen. Seien wir proaktiv und fördern das schonende Fischen und die Umwelt.


Felix

03 | 01 | 2022

Um den Sachkundeausweis machen zu können, sollte man die Unterlagen dazu nachlesen können.
Ich habe sie bis heute nirgends im Net gefunden.
Ebenso sollte der Ausweis in jedem Kanton angeboten werden. Hier im Oberwallis finde ich keine Ausschreibung zur Anmeldung desselben gefunden!
Für allfällige Hilfe wäre ich dankbar

Antworten an: Felix

Siggi

04 | 01 | 2022

Des SFV bietet das Ganze schon lange Online an. Ich schaue alle Jahre wieder mal hinein, um mich up to Date zu halten.


Jean-Pierre

03 | 01 | 2022

Ich bin mit Willy und Erwin voll einverstanden. Ich hätte auch kein Problem mit der Pflicht, einem Fischerverein beizutreten. Die sind es, die mit ihren Beiträgen unsere Sache schweizweit unterstützen.


Peter

04 | 01 | 2022

Ich würde das für sehr nötig halten! Eigentlich doch nur Logisch das man für eine Jagd (erlegen eines Tieres) eine Prüfung absolvieren muss! Denn ob Rothirsch oder kleiner Fisch, beides sind Wesen die Schmerzempfinden können. Darum sollte die Jagd nur mit gelerntem Handwerk & Demut (Wissen macht demütig), möglich sein. Eine fundierte Ausbildung ist der erste Schritt zu Waidgerechtem Handeln . Würde es auch sehr begrüssen wenn der SANA noch deutlich Komplexer und Breiter ausgebaut würde. Dann hätte die Fischerei eine fundiertere Basis, und somit stärkere Kraft nach Aussen und auch nach Innen.
Kurzes Profit-denken hilft unseren Flüssen und seinen Bewohnern überhaupt nicht weiter, im Gegenteil.
Fragwürdig dass man im 2022 immer noch zwei so Dinge gegenüber stellt:
GELD? vs. TIERwohl?
Ich Wünsche Euch allen eine Schönes 2022 Zeit am Wasser. Auf dass Wir uns besinnen was wichtig ist ;-).


Hochuli Werner

04 | 01 | 2022

Als Angler mit einigen Grundkenntnissen habe ich gelegentlich am Lungernsee mit einem Tagespatent geangelt. Ab diesem Jahr ist diese nur noch mit dem SaNa Ausweis möglich. Inzwischen habe ich die notwendige Ausbildung mit Erfolgskontrolle gemacht. Die dadurch erworbenen Kenntnisse über die Fischerei geben mir unter anderem die Sicherheit, beim künftigen Angeln den Fisch in möglichst schonender Art zu behandeln. Ich kann diese Ausbildung nur bestens empfehlen.


Ruedi Scherrer

05 | 01 | 2022

Nach meiner Meinung ist der SANA-Ausweis für jede Person, die an einem Gewässer fischt, dringend notwendig. Für Tageskarten, Kinder oder Jugendliche ist eine Begleitung, welche den SANA-Ausweis besitzt, notwendig. Es gibt Gewässerabschnitte in Flüssen in welchen Hotelgäste gratis fischen können. Auch hier ist ein SANA-Ausweis oder eine Begleitung mit SANA-Ausweis dringend nötig. Wir Fischer müssen handeln bevor wir von Tierschützern dazu gezwungen werden.


Kaspar von Bergen

05 | 01 | 2022

Was ihr alle sagt finde ich auch absolut richtig. Ich habe ebenfalls die Prüfung gemacht und finde das es alle die eine Rute in die Hand nehmen auch machen sollten, oder in Begleitung sind. Doch bin ich auch ein Fischer der gerne auf Reisen geht und in anderen Ländern meiner Passion nachgehe und da wird es schwierig wen es überall eine andere Prüfung gibt. Sollte es da nicht eine Internationale Prüfung geben?!?!? In Deutschland ist ja die Prüfung um einiges schwieriger oder breiter was man wissen muss. Tja schwierig.


Peter

06 | 01 | 2022

SaNa-Pflicht ist zu begrüssen. Gleichzeitig müsste es aber auch möglich sein, fischen zu dürfen, wenn man den SaNa bestanden hat. 12jährige dürfen den SaNa absolvieren, müssen dann aber noch zwei Jahre warten, bis sie selbständig angeln gehen dürfen. In diesen zwei Jahren passiert einiges... allenfalls geht auch (aus Frust?) das Interesse am Angeln im Speziellen und am Fisch im Allgemeinen verloren.

Also bitte SaNa-Pflicht! Wenn SaNa vorhanden, keine weiteren Einschränkungen.

Petri Heil


Gurtner Roland

06 | 01 | 2022

Ich frage mich was ihr mit dieser Massnahme errichen wollt? Ich habe oft gesehen wie gestandene Fischer, Fische mit einem Stock ins Nirvana streichelten, oder Fische auf die Sandbank landen wollten und die Fische dabei paniert wieder ins Wasser entkamen. Oder Fischer die mit zu dünnen Vorfächern überlange Drills provozierten. Es gibt noch viele negativ Beispiele die es aufzuzählen gäbe. Und ich konnte dies meist bei Fischerkollegen beobachten die mit Sicherheit einen SANA Ausweis hatten. Wie man mit einem Fisch umzugehen hat ist den Meisten bewusst, leider ist der Bewussteumgang mit dem Tier auch eine intelligenzfrage. Jeder der sich hier positiv für weitere Einschränkungen einsetzt, sollte besser, wenn er Missstände entdeckt den Verursacher direkt darauf ansprechen und ihn instruieren wie man das richtig macht. Nur das bringt den Fischen und dem Ansehen der Fischer effektiv etwas, nicht eine Alibiprüfung.
Auch keine Handyaufnahmen die veröffentlicht werden.


Peter Vorwerk

07 | 01 | 2022

In so einer Massnahme sehe ich keinen vernünftigen Mehrwert. Die allermeisten unschönen Szenen werden leider von Leuten mit SANA-Ausweis verursacht. Regelmässige Information und Aufklärung wäre wohl erfolgreicher.
Die Möglichkeiten, wo man heute ohne SANA fischen kann, sind ja glücklicherweise bereits stark eingeschränkt.
Das Freiangelrecht soll aber ein freies Angelrecht bleiben. Hier würde die SANA-Pflicht quasi einer Abschaffung gleichkommen.
Aus meiner Sicht sollten wir uns eher Gedanken machen, wie wir auch die aktiven Fischerinnen und Fischer erreichen und aufklären können. Egal ob sie nun bereits einen SANA-Ausweis haben oder nicht.

Antworten an: Peter Vorwerk

Gurtner Roland

08 | 01 | 2022

???? % richtig! Dem ist nichts hinzuzufügen!


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