Jerkbaits auf Tiefe bringen
15 | 11 | 2021 PraxisText & Fotos: Alex Burgstaller 0445
15 | 11 | 2021 Praxis
Text & Fotos: Alex Burgstaller 0 445

Jerkbaits auf Tiefe bringen

Jerkbaits werden bei uns immer noch verhältnismässig selten gefischt, dabei sind sie ein hervorragender Hechtköder. Gedacht sind sie für eine oberflächennahe Präsentation. Jetzt im Herbst stehen die Hechte aber eine Etage tiefer. «Petri-Heil» zeigt Dir, wie man den Jerk dort hinbringt. 


Jerkbaits gibt es in vielen verschiedenen Grössen und Ausführungen. Sie haben keine Tauchschaufel, was ihnen ermöglicht, mit ausladenden Zickzack-Bewegungen im Wasser hin- und herzugleiten. Jerkbaits sind verhältnismässig schwere Köder, die meisten Modelle wiegen um die 70 Gramm, teils sind es aber auch hundert und mehr Gramm Gewicht. Trotzdem sinken sie nicht wie ein Stein und es gibt sie in den uns auch beim Wobbler bekannten Kategorien: Floating (treibt bei Stillstand Richtung Wasseroberfläche auf), Suspending (bleibt an Ort und Stelle stehen) und Sinking (sinkt ab). 

Wer mit Jerkbaits in Gewässerregionen von fünf bis zwanzig Metern Tiefe vordringen will, ist mit sinkenden Jerkbaitversionen sicher nicht falsch bedient. Da diese jedoch zögerlich absinken und unter Zug schnell wieder aufsteigen, habe ich mit wickelbarem Flachblei eine Tauchhilfe eingebaut. 

Zwar kann man auch schwimmende oder Suspending-Modelle mit Blei beschweren, am besten eignen sich aber sinkende Jerkbaits. Bei diesen bringt ein Plus von 10 bis 25% mehr Gewicht, also bei einem 70-Gramm-Jerk rund 7 bis 20 Gramm Blei extra, bereits deutlich mehr Tiefe, ohne das Laufverhalten allzu sehr zu beeinflussen. 

 Alles, was es braucht, ist eine Blechschere und etwas Flachblei, um dem Jerk einen deutlich tieferen Lauf zu verpassen.

Alles, was es braucht, ist eine Blechschere und etwas Flachblei, um dem Jerk einen deutlich tieferen Lauf zu verpassen.


Und so wirds gemacht

Man benötigt Flachblei, welches im Baumarkt oder bei einer Spenglerei erhältlich ist, und eine Blechschere. Auch eine robuste Haushaltsschere oder ein Japanmesser tut es. Jetzt wird mit der Schere pro Drilling ein Streifen in gleicher Grösse abgeschnitten. So bleibt der Köder schön ausbalanciert. 

 Sind die Drillinge gross genug, passen gut ein paar Wicklungen Flachblei um den Schenkel.

Sind die Drillinge gross genug, passen gut ein paar Wicklungen Flachblei um den Schenkel.

Die beiden Bleistreifen werden nun auf den Drilling aufgedreht. Da Blei ein sehr weiches Material ist, lässt sich das einfach mit den Fingern machen. Oft verfügen Jerkbaits über richtig grosse Drillinge, auf welchen ein paar Wicklungen Blei gut Platz haben, ohne dass es schwieriger wird, den Hecht zuverlässig zu haken. Bei kleineren Drillingen muss man entwe der das Blei sparsam verwenden oder diese gleich durch grössere Modelle ersetzen. Übrigens: Wenn man im kommenden Mai wieder im Flachen fischen möchte, kann man das Blei einfach wieder abwickeln. 

 Der Jerkbait hat nun ein Gewicht von 146 statt 115 Gramm. Damit lässt er sich gut in einer Tiefe bis zu 20 Meter fischen. Ein allzu grosses Zusatzgewicht kann aber den Lauf negativ beeinflussen. Hat man die Schere am Wasser dabei, kann schnell nachjustiert werden.

Der Jerkbait hat nun ein Gewicht von 146 statt 115 Gramm. Damit lässt er sich gut in einer Tiefe bis zu 20 Meter fischen. Ein allzu grosses Zusatzgewicht kann aber den Lauf negativ beeinflussen. Hat man die Schere am Wasser dabei, kann schnell nachjustiert werden.


Ich wünsche Euch viel Spass beim Ausprobieren und Petri Heil am Wasser!

 

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