[Neues Kinderbuch – ]Sbiro [&] Lina
27 | 04 | 2026 Schweiz | ProdukteInterview: Hansjörg Dietiker | Foto: Daniel Luther 0158
27 | 04 | 2026 Schweiz | Produkte
Interview: Hansjörg Dietiker | Foto: Daniel Luther 0 158

Neues Kinderbuch – Sbiro & Lina

Wir kennen Daniel Ducret als Geschäftsführer des Bernisch Kantonalen Fischerei-Verbands (BKFV): ein Mann mit Rückgrat, grossem Herz für die Fischerausbildung und strukturiertem Denken. Einer, der «seine» Fischer und Gewässer bestens kennt. Nun zeigt er auch seine künstlerische Seite und seine Verbundenheit zur nächsten Generation. Mit dem Kinderbuch «Sbiro & Lina und die Fische» vermittelt er Wissen und Freude an der Natur. Hansjörg Dietiker wollte wissen, wie die Idee entstand – und wie sich ein solches Projekt finanzieren lässt.


«Petri-Heil»: Wie ist die Idee zu diesem Kinderbuch entstanden?

Daniel Ducret: Der BKFV braucht Sichtbarkeit. Nach der Schlies­sung der BKFV-Ausstellung «Fischen in der Schweiz» im Tropenhaus Frutigen fehlt uns Fischern eine öffentliche Präsenz, bis das neue Fischzentrum Schweiz am Moossee bei Bern steht. Der Standort wird neben Forschung und einem öffentlichen Teil auch die Geschäftsstelle des BKFV beherbergen, quasi das Hauptquartier. Das Kinderbuch schliesst diese Lücke und macht unsere Arbeit für die nächsten Jahre sichtbar.

 

Warum ausgerechnet ein Kinderbuch?

Ausbildung ist ein Kernthema des Berner Verbands – ohne gezielte Rekrutierung gibt es keine neuen Mitglieder. Die Konsequenz wären sinkende Mitgliederzahlen. Genau dem wollen wir entgegenwirken. Zudem gibt es auf dem Markt kein vergleichbares Kinderbuch, das die Themen Fischerei, Fische und Gewässer stufengerecht behandelt. Das Netzwerk Anglerausbildung empfiehlt den SaNa-Kurs ab zehn Jahren – uns fehlte eine Vorstufe, um auch jüngere Kinder abzuholen und Interesse zu wecken.


Das Kinderbuch «Sbiro & Lina» auf 40 Seiten mit 16 Abbildungen als Hardcover.

Erhältlich im Buchhandel (ISBN 978-3-03818-861-2, Weber Verlag Bern)
oder in unserem Shop für CHF 33.50


Wie sind die Namen «Sbiro & Lina» entstanden?

Die Namen leiten sich von der «Sbirolino-Montage» ab. Schon als kleiner Junge stellte ich mir beim Fischen am Bergsee vor, dass Sbiro und Lino zwei Jungfischer sind. Für das Buch haben wir aus Lino eine Lina gemacht, um auch die Mädchen anzusprechen.

 

Wo hast du die Geschichte geschrieben?

Das Grobkonzept entstand im Februar 2025 in Finnisch-Lappland bei minus 25 Grad – skizziert auf Zeitungspapier zwischen Langlauf-Einheiten und Saunagängen, während ich mich auf den Engadiner Skimarathon vorbereitete. In den Regenerationszeiten hatte ich viel Zeit, die Geschichte zu entwickeln. Das Feinkonzept stellten wir im Sommer 2025 bei 30 Grad in Locarno fertig. Das Buch vereint also eine Temperaturdifferenz von über 50 Grad – es hat den «Wettertest» bestanden (schmunzelt).

 

Wer war alles an der Umsetzung beteiligt?

Es ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt mit rund 15 Beteiligten. Dazu gehört ein vierköpfiges Verlagsteam (Projektleitung, Grafik, Satz, Lektorat), die Illustratorin Karin Widmer, Maxime Prevedello für die französische Übersetzung sowie die Mitarbeitenden der BKFV-Geschäftsstelle für die inhaltlichen Inputs. Auch Präsidenten verschiedener Pachtvereinigungen und die BKFV-Geschäftsleitung haben wertvolle Beiträge geleistet, etwa bei der Auswahl der Gewässer. Für mich war dieses Team das «Zentrum der Kraftentfaltung» – unterwegs wie Spezialkräfte mit höchster Sorgfalt. Teamarbeit, wie ich sie mir überall wünsche.

 

Warum fiel die Wahl auf Karin Widmer?

Karin Widmer ist eine bekannte Künstlerin, unter anderem durch den «Niesenfuchs». Meine Patenkinder lieben ihren Stil. Die Kombination aus ihren Illustrationen und der Natur ist ideal für unser Zielpublikum. Sie hat übrigens alle Gewässerstandorte mit dem Fahrrad besucht, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Die Detailtreue ihrer Zeichnungen ist beeindruckend – man fühlt sich fast direkt ans Wasser versetzt.

 

Wie wurde das Projekt finanziert?

Das Projekt ist vollständig durch Sponsoring finanziert. Wir haben 21 Organisationen angefragt und innert zwei Wochen 20 Zusagen erhalten. Der BKFV trägt keine Kosten, ist aber am Erfolg jedes verkauften Buchs beteiligt.

 

Du verzichtest auf dein Autorenhonorar von CHF 9000. Warum?

Wir haben dieses Werk im Auftrag des BKFV verfasst – es ist Teil des neuen Sponsoring- und Kommunikationskonzepts. Für mich ist es selbstverständlich, dass sämtliche Einnahmen dem Verband zugutekommen. Damit können wir Projekte finanzieren, etwa eine neue, zeitgemässe Website. Indirekt profitiere ich also auch davon (lacht).

 

Wie können wir Fischer das Projekt unterstützen?

Macht das Buch bekannt. Wir haben Bestellkarten vorbereitet – wer welche für Fischerhütten oder Anlässe braucht, kann sich gerne melden (bkfv@kompetenzzentrum-fischerei.ch). Das Buch ist zudem schweizweit im Buchhandel und online erhältlich. Erzählt Eltern, Grosseltern, Naturfreunden und Vereinskollegen davon. Es eignet sich hervorragend als Geschenk – und zeigt, wofür wir Fischer stehen. 

 

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