Gold statt Tungsten?</br>[Jigköpfe aus Edelmetall sorgen für Aufsehen]
01 | 04 | 2026 ProdukteText: Ruben Rod Bild: KI-generiert 1436
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Text: Ruben Rod Bild: KI-generiert 1 436

Gold statt Tungsten?
Jigköpfe aus Edelmetall sorgen für Aufsehen

Die Preise für Tungsten (Wolfram) kennen derzeit nur eine Richtung: steil nach oben. Was zunächst vor allem die Hightech-Industrie beschäftigte, trifft nun zunehmend auch die Fischereibranche.


Tungsten gilt seit Jahren als wichtigster Ersatz für das potenziell giftige und per Gesetz zunehmend verbotene Blei. Doch durch geopolitische Spannungen, neue Exportbeschränkungen und die starke Abhängigkeit von chinesischen Rohstoffen wird das Material immer knapper – und vor allem deutlich teurer. Mehrere Hersteller berichten bereits von erheblichen Lieferproblemen. Besonders die Kombination aus aktuellen Kriegen und dem wirtschaftspolitischen Druck Chinas auf seltene Rohstoffe erschwert den Zugang zu Wolfram. Branchenbeobachter sprechen gar von einem möglichen Superzyklus bei Tungsten, der den Preis langfristig in bisher ungeahnte Höhen treiben könnte. Manche Marktanalysten gehen sogar so weit, vorauszusagen, dass Tungsten demnächst in die Nähe des Goldpreises rücken könnte.

 

Dubai setzt auf Gold

Während viele Hersteller noch nach Alternativen suchen, geht ein Unternehmen aus Dubai einen überraschenden Schritt und vertreibt die weltweit ersten Jigköpfe aus Gold. Das Argument: Gold ist zwar ebenfalls sehr teuer, seine Preisentwicklung gilt jedoch als vergleichsweise stabil. Zudem ist das weiche Edelmetall – anders als Tungsten – kein strategisch wichtiges Kriegsmaterial und bleibt deutlich einfacher verfügbar.

 

Einstieg mit Goldkopf-Nymphen

Laut Mediensprecher Sayy?d As-Sinn Adh-Dhahab? plant das Unternehmen jighead.ae 2026 eine Expansion in die Schweiz, wo hochwertige Spinnfischerei traditionell eine starke Nachfrage hat. «Neben Dubai ist die Schweiz das Land mit den vermögendsten Fischern weltweit. Nebst unseren Jigköpfen setzen wir vor allem auf echte Goldkopf-Nymphen. Erstens sind Fliegenfischer noch wohlhabender als der Durchschnitt und zweitens ist die Einstiegshürde bei diesen kleinen Gewichten deutlich geringer», so As-Sinn Adh-Dhahab? gegenüber «Petri-Heil». Als möglichen Standort von jighead.ae sind bereits mehrere Lokale in unmittelbarer Nähe zum Paradeplatz Zürich in Abklärung. Nicht zuletzt bieten die vorhandenen Goldreserven auch interessante Perspektiven für eine mögliche Verlagerung der Produktion in die Schweiz. «Die Goldreserven der Nationalbank bieten ein schier unerschöpfliches Reservoir für unsere Produktion» schwärmt As-Sinn Adh-Dhahab?. Erste Verhandlungen mit dem auf Gold spezialisierten Schweizer Unternehmen Argor-Heraeus finden bereits statt. Die ersten Rundkopf-Jigs sollen übrigens in einer limitierten «Collector’s Edition» mit 31,1 Gramm auf den Markt kommen – also genau einer Troy-Unze. Auf die Frage, ob dies nicht ein gar teurer Jigkopf sein werde, meint Sayy?d As-Sinn Adh-Dhahab?: «Wer sich ein LiveScope-Echolot, ein schönes Auto und eine Frau leisten kann, wird auch bei dieser Investition nicht in Verlegenheit geraten.»

 

Neue Perspektiven

Dank der modernen Hochleistungsschnüre mit enormen Tragkräften und der geringen Hängergefahr etwa am Zürich- oder Genfersee dürften die Verlustrisiken überschaubar bleiben. Und falls doch einmal ein Goldgewicht im Gewässer landen sollte, könnte dies hierzulande eine neue Berufsgruppe beleben: Schweizer Goldtaucher. Bald sollen auch Versicherungslösungen für die hochwertigen Köder aus Dubai angeboten werden: Gegen eine Jahresprämie sollen Abrisse oder Hechtattacken finanziell besser abgefedert werden können.

 

1 Kommentare


Dennis

01 | 04 | 2026

April April!


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