Erschaffung neuer Sportfischart gelungen!
01 | 04 | 2024 Schweiz | DiversesText: Nick Hagenbuch & Ruben Rod 102978
01 | 04 | 2024 Schweiz | Diverses
Text: Nick Hagenbuch & Ruben Rod 10 2978

Erschaffung neuer Sportfischart gelungen!

Die Barbelle ist ein Hybride aus einheimischen Cypriniden und Salmoniden. Mit gezieltem Genome Editing (CRISPR/Cas) hat der SFV zusammen mit der Eawag eine neue Fischart entwickelt, die optimal an die heutigen Bedingungen unserer Gewässer angepasst ist und zugleich beste Voraussetzungen für eine hervorragende Fischerei bietet.


Seit Jahren rückläufige Fänge, belastete Gewässer, Klimawandel und sich nicht mehr natürlich etablierende Forellen und Äschen: Die Probleme unserer einheimischen Fischarten und deren Ursachen beschäftigen uns schon lange. Damit auch in Zukunft stabile Fischpopulationen eine nachhaltige Fischerei ermöglichen, braucht es neue Wege. Nun ist der Durchbruch gelungen und ein weiteres Problem hat sich ebenfalls erledigt: Beim Fischen auf die Barbelle kommen sowohl die Friedfisch- als auch Raubfischangler auf ihre Kosten. Die Barbelle ernährt sich räuberisch, ist aber auch in der Lage, pflanzliche Proteine zu verdauen. Dank ihrer feinen Kiemenreusendornen ist sie sogar fähig, bei Nahrungsknappheit auf Plankton umzustellen. Theoretisch lässt sie sich sogar mit der Felchenhegene befischen.


Kopf einer Barbe, Körper einer Bachforelle

Ihrer Namensgebung entsprechend kommt die Barbelle einer Kreuzung von Barbe und Forelle am nächsten. Wie die Barbe hat sie einen spitz zulaufenden Kopf und Barteln, doch im Gegensatz zu ihr ist das Maul der Barbelle endständig und die Schuppen sind sehr klein. Das Fleisch ist grätenarm und wohlschmeckend, den Salmoniden-Genen sei Dank. Auch sonst kommt die Barbelle den Forellen sehr nahe: Sie ist punktiert, hat eine Fettflosse und hat dank Saiblings-Genen einen hellen Flossensaum. Doch im Gegensatz zu den Salmoniden kommt die Barbelle auch mit Temperaturen über dreissig Grad und einem tiefen Sauerstoffgehalt gut zurecht.


Begeisterte Testfischer

Dank ihrer räuberischen Gene und der vielseitigen Ernährungsmöglichkeiten sind Barbellen sehr schnellwüchsig und erreichen wie Seeforellen bereits nach drei bis vier Jahren eine Länge von sechzig bis achtzig Zentimetern. Erste Testfischer konnten die Barbellen sowohl beim Ansitzfischen mit Käse auf Grund als auch mit aggressiv getwitchten Wobblern überlisten. Die grösste Überraschung ist der Drill: Die Barbelle kämpft mit der Power eines Karpfens und ist äusserst sprungfreudig! Dieser Fisch wird unzählige neue Fischer ans Wasser bringen und frisches Blut in die darbenden Vereine. Gute Aussichten für eine starke Lobby im Interesse unserer Gewässer.


Bald Initialbesatz

Noch ist die Barbelle nur in der Zuchtanlage der Eawag in Kastanienbaum am Vierwaldstättersee zu bewundern. Am Ostermontag besteht die Möglichkeit, ab 14.00 Uhr exklusiv die Barbelle in der Zuchtanlage zu beobachten. Es wird um telefonische Anmeldung gebeten; 055 450 50 60.

Inzwischen wurde verfügt, dass die Barbelle auf die Sommersaison 2024 im Melch- und Tannensee sowie im Linthkanal besetzt wird, um Erfahrungen mit der neuen Art in einem stehenden und einem fliessenden Gewässer zu machen. Bewusst sind damit Gewässer gewählt, die unter einem starken Befischungsdruck stehen und wo das ursprüngliche Fischereiziel (Bestandeserhaltung durch Naturverlaichung) nicht mehr erreicht wird. Man kann gespannt sein, ob sich die Barbelle den Widrigkeiten zum Trotz etablieren und erfolgreich reproduzieren wird. Die Chancen stehen gut, denn sie ist bezüglich ihrer Fortpflanzung anspruchslos und unkompliziert, vergleichbar mit dem Alet.


Neue Fischarten bereits in Planung

Hinter den Kulissen stehen bereits weitere Arten zur Diskussion. So beispielsweise die «Welritze», XXL-Elritzen für die Aufwertung hochalpiner Bergseen und Restwasserstrecken mit einer grosswüchsigen und robusten Fischart. Der «Felchling» könnte die Abermillionen Stichlinge des Bodensees verdrängen und der dortigen Fischerei wieder eine Perspektive geben. Mit dem auf Quaggamuscheln spezialisierten «Karpander» soll die invasive Muschel dereinst abgewehrt werden können. Dieser Muschelfresser soll ebenfalls äusserst wohlschmeckend werden. Petri Heil!

 

Für alle die es noch nicht gemerkt haben … Dies war unser April-Scherz  ;-)

 

10 Kommentare


Walter Leiser

01 | 04 | 2024

1. April????????

Antworten an: Walter Leiser

Jan Schellenberg

01 | 04 | 2024

Nein Walti, die gibts wirklich xD
Können wir an der Limmat endlich wieder Rotgetupfte fangen????????

Antworten an: Walter Leiser

Dzik

01 | 04 | 2024

was Bruder


Michael Läng

01 | 04 | 2024

Das ist ein gelungener 1.Apeil- Scherz????????????????


Osterwalder

01 | 04 | 2024

Lustig und gute Idee zum 1.April leider aber auch traurig das man solche Ideen entwickelt aber auch verständlich in diesen Zeiten


Christoph

02 | 04 | 2024

Könnt Ihr das mal auflösen? Kann doch nicht euer ernst sein???

Antworten an: Christoph

Max

15 | 04 | 2024

Ich habe diese Barbenforelle gefangen!


Seppetoniheinomole

26 | 04 | 2024

Meine Wobbler und Spinner bestücke ich immer mit einem Stück Käse, so lassen sich die Schönheiten ganz wunderbar fangen.


Ifuschle

26 | 04 | 2024

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René Erismann

30 | 04 | 2024

Aber aber, da gibt es nichts aufzulösen. Das ist doch ganz klar nicht möglich. Das Foto ist aber sehr gut gelungen, insbesondere die verschwommenen om Hintergrund lassen das Bild echt erscheinen.
Alles in allem ein gelungener Gag...


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