
Das könnte Dich auch interessieren:

![[Invasive Arten: ]</br>Verschleppung blinder Passagiere vermeiden](/assets/cache/600/600/media/Artikel/2023/10/desinfektion/Zebra_Roggo_U101-421.jpg)

| 09 | 10 | 2026 | Praxis | |
| 09 | 10 | 2026 | Praxis |
| |
In seinem lesenswerten Buch «Traumangeln auf Königsfische» widmet sich Rainer J. Bouterwek unter anderem dem Fang grosser Hechte. Seine Tipps aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts darf man beim Hechtfischen auch heute noch getrost befolgen.
1. Schleppen ist die bei Weitem erfolgreichste Fangmethode.
2. Das A und O jedweden Erfolgs beim Schleppen ist die richtige Tiefe. Oft genug stehen die Hechte im See weit tiefer oder flacher als man annimmt. Deshalb Verbleiung ändern, wenn Bisse ausbleiben. Frühmorgens und abends ist flacher zu schleppen als tagsüber. Ruhende und verdauende Grosshechte stehen gerne in der Sprungschicht.
3. Bögen und Achter zu fahren hat mir immer deutlich mehr Bisse eingebracht als ein sturer Geradeauskurs. Beim Kurvenfahren verändert sich nicht nur vorübergehend der Tiefgang des geschleppten Köders, sondern es schert dieser auch seitlich aus der Bahn, was oft zu einem wilden Biss führt.
4. Manche Blinker und Wobbler erweisen sich an einzelnen Tagen weit fängiger als andere; dies liegt am richtigen Helligkeitsgrad.
5. An hellen Tagen bei durchleuchtetem Wasser sollte man helle Blinker nehmen, an düsteren Tagen bei dunklem Wasser dunkle Blinker!
6. Schon des Öfteren habe ich beim flachen Schleppen erlebt, dass ein Hecht meinen Blinker inmitten eines Fischschwarms raubte. Von vielen gleichartigen Beuteopfern greift sich der Räuber das einzig Andersartige. Dabei muss der Hecht nicht mal unbedingt Hunger haben.
7. Man muss keine Riesenwobbler oder -blinker nachschleppen, um grosse und kapitale Hechte zu fangen! Sie greifen sich auch kleinere Offerten. Meinen schwersten Hecht habe ich auf einen 40-Gramm-Effzett geschleppt. Auf übergrosse Blinker und Wobbler, die ich versuchte, kam kein einziger Biss.
8. Erst wenn der Holunder verblüht ist, rührt sich etwas mit den Hechten.
9. Für hochkapitale Hechte ist August der Monat, der am meisten Erfolg verspricht. Schönwetterperioden mit eingelagerten Gewittern gegen Abend bei plötzlichem, vorübergehendem Druckabfall können Sternstunden bescheren.
10. Als sehr zuverlässige Hechtfangtage mit schweren Hechten haben sich auch immer die drei Vollmondtage im Hochsommer und Herbst erwiesen.
11. Die Fangstunde kann irgendwann am Tag, abgesehen von den ohnehin zu bevorzugenden Bestzeiten am Morgen und Abend, immer sein.

Das Buch «Traumangeln auf Königsfische» ist im «Petri-Heil»-Shop erhältlich. Erschienen im Verlag fischueberalles.ch, Hardcover, 224 Seiten. Zum Aktionspreis von CHF 29.– statt 36.–
Keine Kommentare (Kommentare erscheinen erst nach unserer Freigabe)