Überdurchschnittlich viele Fische gefangen
18 | 06 | 2015 Schweiz 0282
18 | 06 | 2015 Schweiz
0 282

Überdurchschnittlich viele Fische gefangen

Gemäss dem Jahresbericht 2014 der Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee gingen den Berufsfischern im Zürich- und im Walensee wie schon im Vorjahr mehr Fische ins Netz. Die Angelfischer fingen im Walensee neben Egli, Albeli und Hecht meistens Felchen.

258 Tonnen Fisch zogen im vergangenen Jahr die Fischer aus dem Zürichsee. Damit liegt der letztjährige Fang sogar über dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre. Diese Zunahme konnte bei den vier wichtigsten Fischarten Egli, Felchen, Albeli und Hecht verzeichnet werden. Auch der Walensee brachte mit 9,3 Tonnen eine reichere Ernte als in früheren Jahren. Allerdings müssen sich vier Berufsfischer diesen Ertrag teilen. Lange Zeit waren nur zwei Berufsfischer auf dem Walensee aktiv. Bei den Angelfischern zappelten am häufigsten Felchen am Haken. Wegen der natürlichen Nährstoffarmut dieses Alpensees liegt der Fangertrag mit 4,3 Kilogramm pro Hektare eher tief.


Äschen aus dem Linthkanal

Im sanierten Linthkanal wurden 663 Kilogramm Fische geangelt, zwei Drittel davon waren Äschen. Diese Fischart wird auf der roten Liste für seltene Arten geführt und intensiv überwacht. Verschiedene Monitoringprogramme untersuchen die Auswirkungen der Renaturierungen, die im Rahmen des Hochwasserschutzprojektes «Linth2000» vorgenommen worden sind.


Bewirtschaftung mit heimischen Fischarten

Der Fischbesatz der Gewässer fand im gleichen Rahmen statt wie in den Vorjahren. In den Fischbrutanlagen in Weesen und Stäfa verlief die Brutperiode 2013/14 störungsfrei. In Weesen wurden rund sechs Millionen Felcheneier für den Walensee eingelegt, so viele wie noch nie. Die Fischzucht in Stäfa erbrütete knapp 100 Millionen Eier für den ganzen Zürichsee. Weiterhin werden bei den Äschen ausschliesslich Eier von lokalen Stämmen zur Erbrütung verwendet. Ausserdem wurden in beiden Anlagen Eier von Sandfelchen, Albeli, Seeforellen, Seesaiblingen und Hechten erbrütet.Die Fischereikommission Zürichsee, Linthkanal- und Walensee tagte Anfang Juni bereits zum 88. Mal. Diese Gewässer werden von den Kantonen Glarus, St. Gallen, Schwyz und Zürich gemeinsam bewirtschaftet und die Fischerei ist kantonsübergreifend geregelt.

 

0 Kommentare


Keine Kommentare (Kommentare erscheinen erst nach unserer Freigabe)


Schreibe einen Kommentar:

Zurück zur Übersicht

Das könnte Dich auch interessieren: