Trinkwasserinitiative [– Grosserfolg auch dank FKZ[
15 | 02 | 2020 SchweizArtikel: zvg | Nils Anderson 067
15 | 02 | 2020 Schweiz
Artikel: zvg | Nils Anderson 0 67

Trinkwasserinitiative – Grosserfolg auch dank FKZ

Für den Abstimmungskampf konnten die Initianten der Trinkwasserinitiative um Franziska Herren innert 30 Tagen CHF 90?920.– sammeln. Ihr Engagement für die Schweizer Wasserqualität kommt auch bei den Zürcher Fischern gut an. So hat der Zürcherische Kantonalverband 1700 Franken gesprochen, was einem Franken pro Mitglied entspricht. FKZ-Präsident Sacha Maggi ruft auch die anderen Verbände dazu auf, diese Initiative zu unterstützen.

Mit Milliarden jährlich subventionieren wir die industrielle Landwirtschaft, die von Pestiziden, Antibiotika und Importfutter abhängig ist. Diese Lebensmittelproduktion verschmutzt unser Wasser mit Nitrat, Pestiziden, Antibiotika und antibiotikaresistenten Bakterien und zerstört die Umwelt. Damit gefährden wir unsere Gesundheit und Ernährungssicherheit. Es sind nicht die Bauern, sondern Konzerne aus der Agrarwirtschaft, die am aktuellen Agrarsystem kräftig verdienen.

Die Initiative verlangt, dass nur noch diejenigen Landwirtschaftsbetriebe mit Direktzahlungen oder Subventionen unterstützt werden, die keine Pestizide einsetzen, die in ihrer Tierhaltung ohne prophylaktischen Antibiotikaeinsatz auskommen und nur so viele Tiere halten, wie sie ohne Futtermittelimporte ernähren können.

Dies führt zu mehr Forschung und Entwicklung in Richtung umweltgerechter Produktion, Züchtung resistenter Sorten, Produktion hochwertiger und unbelasteter Lebensmittel.


Neue Messmethoden für Pestizide 

Die Eawag-Forscher haben eine neue Methode zur Messung von giftigen Substanzen in Bächen entwickelt und entdecken damit hochtoxische Substanzen aus Spritzmitteln. Sechs Bäche wurden mit der neuen Methode untersucht: Nur ein Bach war sauber!

Die gemessenen Insektizide stellen für Bachflohkrebse und Insektenlarven eine tödliche Gefahr dar. Mit verheerenden Auswirkungen auf das Ökosystem inklusive Fische und Krebse. 

Wir Fischer verlangen vom Bundesrat, dass er die vor 20 Jahren eingeführten Pestizidgrenzwerte durch deutlich tiefere, auf die einzelnen Substanzen abgestimmte Werte ersetzt. Bis heute gilt ein Einheitsgrenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter, was laut Wissenschaftlern teilweise mehr als tausendfach zu hoch ist!

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