Laos baut den Xayaburi-Damm
14 | 11 | 2012 DiversesText: Daniel Luther 0610
14 | 11 | 2012 Diverses
Text: Daniel Luther 0 610

Laos baut den Xayaburi-Damm

Mit einer über 800 Meter breiten und 30 Meter hohen Staumauer wird einer der grössten Flüsse Asiens gestaut, um ihn zur Stromerzeugung zu nutzen. Das hat die laotische Regierung trotz massiver Proteste der Bevölkerung und internationaler Gewässerschutzorganisationen beschlossen.
 
Durch den gewaltigen Betonriegel wird der Geschiebetransport blockiert und die Laichwanderung mehrerer Dutzend Fischarten verunmöglicht. Trotz heftiger Proteste der Bevölkerung und internationaler Gewässerschutzorganisationen hält Laos an seinem auf 3 Miliarden Euro geschätzten Monsterprojekt fest.

Das 1,2 Gigawatt-Kraftwerk soll 2019 Strom für den wohlhabenden Nachbarn Thailand produzieren und wichtige Devisen bringen. Xayaburi ist übrigens nur der der erste von elf geplanten Staudämmen am unteren Lauf des mehr als 4000 Kilometer langen Mekong.

Die Umweltorganisation «International Rivers» warnt vor unabsehbaren Folgen für Millionen Flussanwohner. Der Mekong sei in dieser Region ein Laichgebiet für Dutzende Fischarten. Auch die wichtigen Sedimente, die bei alljährlichen Überschwemmungen die Felder am unteren Mekong fruchtbar machen, werden von den Dämmen künftig zurück gehalten.

 

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