Fischerkurs am Thunersee
05 | 10 | 2019 Schweiz | PraxisText & Fotos: Ivan Valetny 01355
05 | 10 | 2019 Schweiz | Praxis
Text & Fotos: Ivan Valetny 0 1355

Fischerkurs am Thunersee

Am 18. August fand der vierte Fischereikurs am Thunersee statt, organisiert von Kilian Schenk mit seinem Helferteam. Um 07.30 Uhr ging es beim Lachenkanal in Thun an einem sonnigen Sonntagmorgen los.

Jeder Kursteilnehmer bekam eine von Stucki Thun gestiftete Köderbox. Zur Auswahl standen eine Hechtbox und eine Eglibox. Das waren auch die Zielfische, die an diesem Kurs behandelt wurden. Drei Viertel der Teilnehmer entschied sich für den Hecht als Zielfisch.

Um die Teilnehmer gründlich vorzubereiten, erläuterte Kilian verschiedene Situationen am Wasser anhand von Praxisbeispielen. Immer wieder tauchten Fragen der Kursteilnehmer auf, welche umgehend beantwortet wurden. Anschliessend wurden die Gruppen unter den Helfern aufgeteilt. Die eine Gruppe ging auf Egli, während die andern mehr über die Hechtfischerei lernen wollten. Nachdem alle ihr Gerät zusammengestellt hatten, wurden am Wasser Wurftechniken und Führungsstile für die verschiedenen Köder geübt. Es wurde auch gezeigt, welche Technik zu welcher Jahreszeit am besten funktioniert. Dabei konnten die Kurshelfer mit ihrer grossen Erfahrung glänzen.

Anschliessend wurde gefischt, stets unter der Beobachtung von Killian und den Helfern. Wenn ein Fehler in der Handhabung gesichtet wurde, zeigte man, wie es besser funktionieren würde, und wenn Fragen auftauchten, wurden diese beantwortet. Kein Teilnehmer musste sich verloren fühlen. Kurz bevor wir die Stelle wechseln wollten, hatte ein Teilnehmer einen Hecht von etwa 50 cm am Haken, der beim Landen leider ausstieg. Die Bissspuren konnte man aber noch gut im Gummifisch erkennen.

Nachdem der erste Spot, ein grösserer Hafen, abgefischt war, wurde ein zweiter Fischerspot angesteuert; ein anderes, gut zugängliches Hafengebiet, an dem es flacher war und wo man mit Kraut zu rechnen hatte. Auch diese Gegebenheiten wurden beleuchtet und die Vor- und Nachteile solcher Stellen erörtert.

Als letzte Stelle waren wir am alten Schifffahrtskanal auf Hecht unterwegs. Eine interessante Strecke, die den Teilnehmern einen Einblick in die Flussfischerei ermöglichte. Hier hatte ein Fischer auch einen grösseren Hecht zwei Mal als Nachläufer.

 Alle Teilnehmer bekommen eine passende Köderbox geschenkt.

Alle Teilnehmer bekommen eine passende Köderbox geschenkt.

 Alle Teilnehmer bekommen eine passende Köderbox geschenkt.

Alle Teilnehmer bekommen eine passende Köderbox geschenkt.

 Am Wasser geht es direkt weiter mit der Gerätezusammenstellung.

Am Wasser geht es direkt weiter mit der Gerätezusammenstellung.

 Von Jung bis Alt, alle konnten auf ihre Weise vom Kurs profitieren.

Von Jung bis Alt, alle konnten auf ihre Weise vom Kurs profitieren.


Danach, gegen 13 Uhr, wurde es immer heisser und alle waren allmählich erschöpft. Die Teams trafen sich wieder am Ausgangspunkt und es wurde fleissig über das Erlebte geredet und man durfte sich mit Kilians geräuchertem Hecht stärken. Nach dem traditionellen Gruppenfoto war Kursschluss. Leider konnte dieses Mal niemand grosse Fänge vorzeigen, aber viele Fragen wurden beantwortet und die Motivation dranzubleiben wurde bei allen gestärkt.

Kursangebot

Auch in Zukunft wird es weitere spannende Fischereikurse geben, sei es am Thunersee oder an einem Bergsee. Die Kurse kosten für Jugendliche bis 16 Jahre CHF 50.– und darüber CHF 65.– pro Kurs. An jedem Kurs gibt es eine zum Thema passende Köderbox geschenkt. Hauptsponsor ist Stucki Thun gefolgt von Bernhard Fishing.



Mehr Praxis für Einsteiger

In der Schweiz ist der SaNa-Ausweis für die meisten Gewässer und Angeltechniken vorgeschrieben und ein entsprechender Kurs muss absolviert werden. Oft sind es Wochenendkurse mit viel Theorie und abschliessender Prüfung. Man lernt zwar Fischarten, Umgang mit Fischen, Gesetze, Köder, Ruten sowie Gewässertypen kennen, aber oft kommt die Praxis bei den Einsteigern zu kurz. Sie verfügen noch nicht über ein grosses Netzwerk von Gleichgesinnten und haben am Anfang noch keinen Überblick über die fischereilichen Feinheiten. Dadurch kommt es immer wieder vor, dass Einsteiger Fehler machen, die vermeidbar wären. Wenn der Erfolg länger ausbleibt, steigen viele wieder aus.

Diese Probleme sind Kilian Schenk während seiner vierjährigen Tätigkeit als SaNa-Instruktor aufgefallen und er hat beschlossen, sich für die Neulinge einzusetzen.

«Mein Ziel ist es, Kursteilnehmer weiterhin am Gewässer zu sehen. Nicht, dass sie alles hinschmeissen, wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappt.» Dazu rief er «Fischerkurse im Kanton Bern» ins Leben. So heisst auch seine gleichnamige Facebookseite, auf der er regelmässige Updates, Fotos und neue Kursdaten veröffentlicht.

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